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Lenkerschlagen

Im Gegensatz zum Lenkerflattern, welches ja bei Motorradrennen immer sehr spektakulär aussieht, ist das Lenkerschlagen, auch ‘’Kickback’’ genannt, sehr gefährlich und führt in den meisten fällen zum Sturz, da Kickback ausschließlig bei hartem Beschleunigen oder hohem Tempo auftritt. Lenkerschlagen tritt häufiger bei leichten, schnellen Maschinen wie Supersportlern auf die zu dem noch einen sehr kurzen Nachlauf haben.

Was passiert!
Insbesondere bei welligen Straßenbelag oder Querfugen hebt das Vorderrad beim harten Beschleunigen leicht ab. Dynamische Radlastverteilung nennt man solch einen Vorgang. Kommt das Vorderrad nun aus der Bewegungsrichtung des Motorrades (Lenker wird leicht verdreht) wird das Rad beim wiederaufkommen auf der Fahrbahn unerwartet weggeschlagen. Es kann dann passieren dass sich die Gabel bis zum Lenkeranschlag bewegt. Nun kommt es durch eine Resonanzfrequenz zu einer Pendelbewegung des Vorderrades. Kommt es zu dieser Pendelbewegung, die Gabel bewegt sich von Lenkanschlag zu Lenkanschlag, ist es meistens schon zu spät. Unweigerlich wird es zum Sturz kommen. Durch verkrampftes festhalten am Lenker, häufig bei Motorradfahrern mit nur wenig Fahrpraxis, wird dieses ''Tank Slapper’’, wie es auch genannt wird, nur noch beschleunigt und verschlimmert. Nur wenn man den Lenker locker hält und fest auf dem Bike sitzt kann man unter Umständen den Sturz noch verhindern.

Moderne Motorräder werden deshalb heute mit so genannten  Lenkungsdämpfern, modernster weise elektronisch arbeitend, ausgestattet. Die Lenkungsdämpfer arbeiten meistens Geschwindigkeitsabhängig und sollen das gefährliche Lenkerschlagen verhindern.

Ein Beispiel für Lenkerschlagen zeigt euch dieser Clip.  

Sturz durch Lenkerschlagen

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© Dessauer Biker, online seid 2009.   Letzte Aktualisierung am 30.10.2016